Für eine bessere Bildungspolitik in Deutschland protestierten Tausende von Schülern und Studenten kurz nachdem das Wintersemester begonnen hatte und das meiner Meinung nach zu Recht. Allein in Köln und Dortmund gingen jeweils 1.000 junge Menschen auf die Straße, um bessere Lernbedingungen, mehr Lehrer für kleinere Klassen und vor allem mehr Geld für die Bildung zu fordern. Auch in München fand eine Demo mit 1.500 jungen Protestanten statt, die sich für mehr Mitbestimmungsrechte und das Abschaffen der Studiengebühr aussprachen. 700 Protestierende gingen in Berlin auf die Straße, die ihren Forderungen Nachdruck verleihen wollten und in Freiburg waren es 900 Demonstranten. 1.600 junge Menschen in Hessen, und darunter allein 900 in Frankfurt, beteiligten sich an der Initiative „Bildungsstreik“. Ebenso gab es Demos in Stuttgart, Hamburg, Rostock und noch in vielen anderen Städten.
Aufruf der Initiative „Bildungsstreik“
Auch ich hatte bereits vor dem Wintersemester den Aufruf im Internet der Initiative „Bildungsstreik“ gesehen. Allein für das laufende Wintersemester fehlten 50.000 Plätze für die Studienanfänger, was eigentlich unverständlich ist. An der bundesweiten Aktion wollten sich Studenten aus fast 40 Hochschulstädten beteiligen. Für eine freie Bildung und Solidarität auf der ganzen Welt setzten sich die Jugendlichen vom 7. bis zum 20. November 2011 ein.
Aufgrund der bundesweiten Proteste wurden Bund und Länder gleichermaßen von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft aufgefordert, dass sich die Hochschulen auf immer mehr Studienanfänger vorbereiten sollen.
Studiengebühren
Auch die Abschaffung der Studiengebühren finde ich eine gerechte Forderung, denn damit entstehen den Studierenden nur zusätzliche Kosten, die erst einmal aufgebracht werden müssen. Nicht alle Eltern können ihre Kinder beim Studium unterstützen. Schließlich will man nicht die vorlesungsfreie Zeit im Wintersemester damit verbringen, für die Studiengebühren einen Job annehmen zu müssen. Diese Zeit könnte zum Lernen viel besser genutzt werden.