Nun hat es mich auch erwischt und ich musste meinen Führerschein bei der Polizei abgeben. Damit ich meine Fahrerlaubnis wieder bekam, musste ich die Medizinisch Psychologische Untersuchung, auch unter der Abkürzung MPU bekannt, machen. Zuerst einmal musste ich eine ganze Menge an Fragebögen ausfüllen, dafür wurde ich in ein Wartezimmer geschickt. Unzählige Fragen musste ich dabei beantworten, unter anderem ob ich Kinder habe, nach meiner ausgeübten Tätigkeit, wie ich zum Alkohol stehe und noch viele weitere.
Bereits nach kurzer Zeit untersuchte mich der Arzt, dabei wurde mir Blut abgenommen, der allgemeine Gesundheitszustand untersucht und sogar die Reflexe kontrolliert. Während der Untersuchung stellte mir der Arzt einige Fragen, doch ich hatte mich bereits vorher informiert, wie die MPU abläuft und war gut darauf vorbereitet. Alle meine Antworten wurden nämlich später mit den ausgefüllten Fragebögen verglichen, auch der Psychologe erhielt meine Antworten auf die Fragen, die der Arzt mir stellte.
Kaum saß ich im Wartezimmer und wollte die Fragebögen weiter ausfüllen, wurde ich von einer Mitarbeiterin zum Reaktionstest abgeholt. Bei diesem Reaktionstest musste ich dann auf tiefe und hohe Töne achten und dementsprechend einen der angebrachten Knöpfe drücken, das empfand ich schon als schwierig. Außerdem waren da noch zwei Pedale, die während des Tests bedient werden mussten. Als ich dann endlich den Reaktionstest hinter mir hatte, konnte ich wieder in das Wartezimmer und füllte dann endlich die Fragebögen aus. Anschließend musste ich noch eine ganze Weile auf den Untersuchungstermin beim Psychologen warten. Die Begutachtung des Psychologen bei der online-MPU ist entscheidend dafür, ob man seinen Führerschein wieder bekommt. Allerdings war das Gespräch gar nicht so schlimm, wie ich erwartet hatte. Ich bekam ein positives Gutachten und konnte somit wieder am Straßenverkehr teilnehmen.